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Das Spiel an sich:
RoboRally ist ein Brettspiel von Richard Garfield das 1999 im
Amigo-Verlag in Deutschland
erschienen ist. 2000 erschien die Erweiterung Crash&Burn, sie enthält
4 zusätzliche Spielbretter und vier Roboter, so dass man mit 8
Personen spielen kann.
Das Spiel stammt ursprünglich aus den USA und wird dort sogar auf Turnieren
gespielt. Die Originalversion entspricht in etwa dem Grundspiel zusammen mit der
Erweiterung Crash&Burn. In der Originalversion sind 6 Spielpläne vorhanden
und die Spielfiguren sind aus Zinn und müssen noch bemalt werden. In den
USA sind bereits mehrere Erweiterungen erschienen (armed and dangerous, radioactive)
Die Spielidee:
Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines Kontrollcomputers, der versucht
seinen Arbeitsroboter möglichst geschickt zu programmieren, so dass dieser
auf seiner Reise durch die Fabrik Sieger wird.
Das Rennen beginnt:
Das hört sich bisher eigentlich ganz einfach an? Falsch gedacht! Da Roboter
ja bekanntlich nur so schlau sind wie Ihr Programmierer, tun sie genau das was
in Ihr aus fünf Schritten bestehendes Programm hineinprogrammiert wurde.
Folgende Programmschritte (Karten) gibt es: 1,2 oder 3
Schritte vorwärts, 1 Schritt rückwärts, link oder rechts Drehung
um 90° und 180°Drehung.
Jeder Spieler programmiert am Anfang einer Runde ein Programm aus 5
aufeinanderfolgenden Programmschritten. Zu Beginn des Spieles stehen einem 9
Programmierkarten zur Verfügung.
Das Programm zeigt man natürlich nicht seinen Mitspielern. Haben alle
Mitspieler Ihr Programm fertig gestellt, werden die Roboter aktviert. Nacheinander
werden die Programmschritte ausgeführt, dazu decken alle Spieler gleichzeitig
Ihren Programmschritt auf. Nun tun die Roboter was Ihnen befohlen wurde.
Da alle Roboter vom gleichen Punkt starten gibt es gleich zu Anfang ein heilloses
Chaos, es sei denn die vorher vom Spieler festgelegten Richtungen unterscheiden
sich. So ist es manchmal besser in die unattraktivere Richtung zu starten, als
von anderen Robotern geschoben zu werden. Denn stößt ein Roboter gegen
ein anderen, wird der andere ein Feld weiter geschoben, es sei denn eine Mauer
ist im Weg. Läuft ein Roboter von sich aus gegen eine Mauer passiert nichts,
er bleibt einfach vor der Mauer stehen.
Außer Mauern und Robotern gibt es noch andere
Felder die einem auf dem Spielfeld begegnen.
Förderbänder transportieren die Roboter
jede Runde ein oder zwei Felder weiter, Laserstrahlen
und Brenner fügen den Robotern Schadenspunkte zu,
Gruben warten nur drauf, dass ein Roboter sich zu ihnen
verwirrt, Pressen verarbeiten die Roboter zu Altmetall
und Schiebern befördern die Roboter ein Feld weiter. Nach dem Weg in die Presse oder in eine Grube kann mein seinen Weg dort fortsetzen wo man seine Sicherheitskopie abgelegt hat und ist um ein Leben ärmer.
Damit es aber nicht doch langweilig wird, schießen die lieben kleinen aufeinander, sobald jemand vor ihnen auftaucht. Dabei kassiert der Getroffene einen Schadenspunkt. Für jeden Schadenspunkt bekommt man in der nächsten Runde eine Programmierkarte weniger zur Auswahl. Mit einem Schadenspunkt also 8 Karten, mit 2 7 Karten, usw.. Das Programm muss jedoch immer 5 Programmschritte lang sein und so brennt sich beim 5. Schadenspunkt der 5. Programmschritt ein und kann nicht mehr verändert werden, beim 6. Schadenspunkt der 4. Programmschritt, usw.. Beim 10. Schadenspunkt ist wieder ein Leben des Roboters fällig. Dafür startet man aber wieder ohne Schadenspunkte (wer es etwas schwerer haben möchte startet mit 2 Schadenspunkten, weil ein Kopie ja bekannt nie so gut ist wie das Original, in der Erweiterung crash and burn startet man immer mit 2 Schadenspunkten, dafür gibt es aber die Optionskarte "Duplikat deluxe").
Um die Schadenspunkte wieder loszuwerden gibt es außer dem Robotertod noch andere Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist das Abschalten des Roboters, zu beachten hierbei ist aber, dass der Roboter trotzdem von Laufbändern transportiert, beschossen und von anderen Robotern geschoben wird, deshalb sollte man seinen Roboter nur dann ausschalten, wenn er sich an einem halbwegs sicheren Ort befindet. Die andere Möglichkeit sind Reparatur-Felder, je nach Anzahl der Schraubenschlüssel auf dem Feld, können hier am Ende der Runde ein oder zwei Schadenspunkte repariert werden.
Wem das alles noch nicht genug ist der sollte sich auf jeden Fall die Erweiterung Crash&Burn zulegen, mit 8 Personen kommt es zum einen zum absolutem Chaos und zum anderen bieten die Optionskarten noch viel mehr Variationen.
Die Optionskarten sind sehr unterschiedlich und reichen von einem Kreiselstabilisator (bei einer Drehung auf einem Förderband kann man entscheiden ob man gedreht wird oder nicht), einem Traktorstrahl (anstatt auf einen Roboter zu schießen, wird dieser ein Feld herangezogen), ein Hochleistungslaser (schießt auch durch Wände) oder eine Bremse (beim Programmschritt einen vor kann der Roboter auch stehen bleiben). Mit dem Verlust eines Lebens verliert man eine Optionskarte seiner Wahl, man kann aber auf doppelten Reparaturfeldern neue erhalten, darf aber nie mehr als 3 Stück besitzen(sollte man eine vierte bekommen muß man eine Karte seiner Wahl abgeben).
Gerüchten zufolge soll im Herbst eine neue Erweiterung erscheinen (armed and dangerous). Die Erweiterung soll der amerikanischen Erweiterung entsprechen und neue Spielpläne und einen komplett neuen Satz Optionskarten enthalten.
Hier noch in paar Links zu weitere RoboRally-Seiten.